Ganzheitliche Ernährungspolitik in Europa

weniger verhindern, mehr gestalten!

Partner: Slow Food Deutschland e.V.

Slow Food Deutschland hat die kommende Bundestagswahl zur Ernährungswahl ausgerufen und Forderungen für eine zukunftsfähige Ernährungspolitik formuliert. Damit aus diesen Forderungen wirkliche Politik wird, ist auch Europa gefragt. Die neue Bundesregierung muss sich für eine ganzheitliche Ernährungspolitik in der EU einsetzen, finden die Teilnehmer*innen eines Slow-Food-Podiums.

Für Slow Food ist die Sache klar: Gelingt es nicht, auf europäischer Ebene endlich eine Agrar- und Lebensmittelpolitik zu verankern, die Menschen- wie Planetengesundheit in den Mittelpunkt rückt, wird das auch auf nationaler Ebene nur schwer gelingen. Deswegen fordern Slow Food und Slow Food Youth in ihrer Kampagne „Zukunft würzen“, die die nahende Bundestagswahl zur Ernährungswahl ausruft, nicht nur mehr Geld aus den EU-Agrarfördertöpfen für Umwelt- und Sozialleistungen. Sondern generell die Einführung einer ganzheitlichen Ernährungspolitik auf europäischer Ebene. Das verdeutlichte ein Podium unter Moderation der Slow-Food-Deutschland-Vorsitzenden Nina Wolff, an dem neben Christoph Simpfendörfer, Generalsekretär der biodynamische Weltvereinigung des Anbauverbands Demeter, auch Elisabeth Fresen, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Marta Messa vom Slow-Food-Büro Brüssel und der Agrarwissenschaftler Achim Spiller teilnahmen.

Die vier großen Probleme der europäischen Landwirtschaft. Zwar ist auch klar: Europa darf nicht die Ebene werden, auf die alle Beteiligten ihre Probleme schieben, damit sie sie selbst nicht lösen müssen. Und doch sind vier großen Probleme, die Europas Landwirt*innen plagen, so groß, dass sie ohne Europa eben auch ungelöst bleiben. Und als diese Probleme kristallisierten sich während der Diskussion heraus:

  • Antworten auf die Klimakrise
  • Die Kapitalausstattung der meisten Landwirtschafts- und Lebensmittelbetriebe
  • Der Bodenmarkt
  • Die Entscheidungsfähigkeit von Verbraucher*innen, sich für eine ganzheitliche Ernährung zu entscheiden.

Leistungen

  • Entwicklung des Formats
  • Organisation und Umsetzung der Aktion
  • Einbindung von verschiedenen Experten/innen zum Thema