4. Workshop Nachhaltigkeit und Milchverarbeitung

Das gute Milchprodukt Käse und handwerkliche Milchverarbeitung
Nur aus guter Milch wird guter Käse! Die Qualität der Milch als Ausgangsstoff für guten Käse ist im Fokus des 4. Workshops. Dabei werden auch die technischen Aspekte der Verarbeitung bei handwerklicher Herstellung unter der Leitlinie „gut, sauber und fair“ mit einbezogen: Wie beurteilen wir die Qualität des Labs, den Einsatz von Filtrationsverfahren, eine Reifung mit Naturrinde oder Folienreifung? Welche Produktionsschritte beinhalten die Haltbarmachung und Veredelung? Im zweiten Teil geht es um den Käse und seine Vermarktung. Welche Rolle spielen Kundennähe und Vertrauen zum Produzenten? Eigene Marke oder Handelskooperation? Direktverkauf, Großhandel, Einzelhandel, Naturkosthandel? @Fotocredit: HORESCO

Aktionstag: Nordsee, Ostsee, Tiefsee – für die Vielfalt der Meere

Die Meere sind überfischt – trotz der EU-Beschlüsse, die Fischbestände nachhaltig zu bewirtschaften. Unter dem Motto „Nordsee, Ostsee, Tiefsee – für die Vielfalt der Meere“ rufen Slow Food Deutschland und die Lighthouse Foundation deshalb am Dienstag, 21. August 2018 zu einem Aktionstag auf der Insel Sylt auf. Begleitet wird die Veranstaltung von nachhaltiger Fischsuppe des Sternekochs Johannes King. @Ingo Hiilger

Blick in die Zukunft

Am 12. Juli findet die gemeinsame Veranstaltungsreihe „95 Thesen für Kopf und Bauch“ von Slow Food Deutschland und Misereor ihren Abschluss – mit einem Blick in die Zukunft. Wie kann die Ernährungswende umgesetzt werden? Und wie kann sie von jedem von uns mitgetragen und gestaltet werden?

Gemeinsam können wir mit dem „höher, schneller, weiter“ unseres industriellen Lebensmittelsystems brechen und Geschichte neu schreiben. Es geht um den zuversichtlichen Blick nach vorne. Nach einer Gesprächsrunde über die Visionen von Slow Food Deutschland und Misereor für eine Ernährungspolitik, welche die wachsende Weltbevölkerung versorgen kann, wird der Film „Voices of transition“ gezeigt. Ein Filmprojekt über innovative Wege aus der Ernährungskrise von Nils Aguilar. Er möchte Menschen weltweit inspirieren und zum Handeln animieren – nicht morgen oder übermorgen, sondern jetzt. Wenn wir das Tempo aus unserer Art zu wirtschaften herausnehmen, entsteht Zeit, Raum und Muße für ein soziales und verantwortungsbewusstes Miteinander.

Woher kommt guter Käse?

Er verlangt viel Können, Sorgfalt, Geduld und Fingerspitzengefühl, aber wir lieben ihn einfach, unseren Käse. In ihm bündelt sich fast alles, was Bollheim ausmacht. Schon wie die Kühe leben, was sie fressen und wie das angebaut und gewachsen ist, ist maßgebend für Güte und Geschmack der Milch, die Käse werden soll. Außerdem wird auf dem demeter Hof für den Käse ausschließlich eigene Milch verwendet. Es gibt also nur soviel Käse, wie die Kühe Milch geben. So landet viel landwirtschaftliches Können in der Milch, der Käser tut sein geschätztes handwerkliches Übriges und heraus kommen echte Leckerbissen. Inzwischen sogar preisgekrönt: Der Rote Bollheimer wurde im Mai 2012 vom Verband für handwerkliche Milchverarbeitung (VHM) mit der Goldenen Käseharfe ausgezeichnet!

 

Milch in der Diskussion

Einladung zu Vortrag und Expertengespräch mit anschließender Verkostung

„Milch in der Diskussion – Qualität, Geschmack, Verträglichkeit und Gesundheit“,
anlässlich des Deutschen Lebensmittel-Allergietags am 21. Juni 2018 widmet sich Slow Food Deutschland dem Thema der Nahrungsmittelallergie, die eine besondere Form der Nahrungsmittelunverträglichkeit darstellt. Unter die Lupe nehmen wir an diesem Abend das Ur-Lebensmittel Milch. Durch einen Impulsvortrag mit anschließendem Expertengespräch erfahren die Teilnehmenden mehr über die Verträglichkeit und Gesundheit verschiedener Milchen, sowie über ihre Qualitäts- und Geschmacksunterschiede, denn Milch ist nicht gleich Milch. Prof. Dr. Dr. h.c. Erika von Mutius berichtet u. a. vom „Bauernhof-Effekt“: Bei Bauernhofkindern wurde ein besonderer Allergieschutz im Rahmen vieler Studien festgestellt, der zum Teil durch den Konsum von Rohmilch entstehen könnte. Seit Januar läuft ihre neue Studie zur Rolle der Milch. @Fotocredit: Ingo Hilger, HORESCO

Expertengespräch:
Prof. Dr. Dr. h.c. Erika von Mutius
• Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende, Slow Food Deutschland
• Dr. Rupert Ebner, Vorstandsmitglied, Slow Food Deutschland (angefragt)
• Dr. Andrea Fink-Keßler, Milchexpertin, Autorin von „Milch vom Mythos zur Massenware“, Leiterin des Büros für Agrar- und Regionalentwicklung

2. Bundesschulgartentag

Schulgärten sind Erlebnisräume und Lernorte für eine unmittelbare Begegnung mit der Natur. Beete
herrichten, säen, pflegen, ernten – das eigene Tun fördert ein ganzheitliches Gesundheits- und
Umweltbewusstsein unserer Kinder. Pflanzen wachsen zu sehen, sie riechen und schmecken zu
können, ist ein spannender Einstieg in die Wunderwelt guter und gesunder Lebensmittel. Und damit
schlagen wir den Bogen zum Slow Mobil Karlsruhe, dem zur Küche umgebauten Bauwagen.
In der Abendveranstaltung im wunderschönen Ambiente des Lerngartens der PH Karlsruhe diskutieren wir mit den Teilnehmern über die Potenziale, Ziele und den Zweck eines Schulgartens und über die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten, Schulgärten zu festen Erlebnisorten an Schulen werden zu lassen.

Programm Abendveranstaltung:
18:00 Uhr: Begrüßung
18:15 Uhr: Führung durch den Lerngarten der PH Karlsruhe mit Dr. Dorothee Benkowitz
18:45 Uhr: Beginn der Gesprächsrunde für Schulgärtner-Innen und alle, die es werden wollen
19:45 Uhr: Diskussion eines möglichen Fortbildungskonzepts für Schulgärtner-Innen
Ab 20:00 Uhr: Kostproben aus dem Schulgarten

1. Workshop: Umweltgerechtigkeit und Nachhaltigkeit Milch

Direkt und fair. Neue und alte Wege der Vermarkung. Der Kattendorfer Hof ist ein gutes Praxisbeispiel für sozial-ökologisch innovative Betriebsformen. Dr. Andrea Fink-Keßler, Büro für Agrar-und Regionalentwicklung, Autorin von „Milch – Vom Mythos zur Massenware“ führt in das Thema des Tages ein. Die Milchwirtschaft hat zur Zeit mit schwerwiegenden Herausforderungen zu kämpfen. Mit diesem Projekt möchte Slow Food Deutschland untersuchen, wie trotzdem auf nachhaltige ökologische und soziale Weise Milch und Milchprodukte erzeugt und vermarktet werden können. Die Wertschöpfung auf dem Hof behalten durch eigenständige Vermarktung? Welche Voraussetzungen und Hemmnisse sind wesentliche Faktoren beim Aufbau einer eigenständigen Vermarktung und welche guten Gründe gibt es für einen Verzicht auf eigenständige Vermarktung? Praxisberichte und Erfahrungen der Teilnehmenden werden diskutiert. @Fotocredit: Kattendorfer Hof  

Umweltfestival

Umweltfestival
Landwirtschaft spielerisch erfahren

Berlin 3. Juni

Slow Food Deutschland und MISEREOR sind am 3. Juni mit diversen Mitmachaktionen und Bildungsprojekten auf dem Umweltfestival vertreten. Warum die Ressource Boden grundlegend für unsere Ernährung ist und wir den Boden nicht mit unseren Füßen treten sollten, wie handwerkliches Popcorn aus samenfesten Maissorten schmeckt und warum sich Geduld in der Pflanzzeit lohnt, erfahren die Teilnehmenden am Stand von Slow Food Deutschland und MISEREOR. @Fotocredit: Holger Riegel, Slow Food Deutschland

95 Thesen für Kopf und Bauch: Genießen

 

Datum: Freitag, 25. Mai 2018 | Zeit: 18:30 – 21:30 Uhr
Ort:
Landgasthof Keller, Riedweg 2, 88662 Überlingen-Lippertsreute

 

Martin Luther hat vor über 500 Jahren mit 95 Thesen auf die Missstände in der vorreformatorischen Kirche hingewiesen und damit  die Reformation eingeleitet. Als Beitrag zum Lutherjahr 2017“ präsentierten Slow Food Deutschland e. V. und MISEREOR „95 Thesen für Kopf und Bauch“ für die ‚Reformation‘ unserer Ernährung. Sie machen damit auf die eklatanten Missstände und die Reformbedürftigkeit unserer Nahrungsmittelproduktion aufmerksam. Während das Jubiläum inzwischen abgeschlossen ist, entfalten die Handlungsfelder Ernährung und Landwirtschaft ihre gesellschaftliche Brisanz erst noch. Immer mehr Konsumenten möchten wissen, woher ihre Lebensmittel kommen, wie sie hergestellt werden und welche Auswirkungen ihre Produktionsweise auf Mensch, Tier und Umwelt hat. Slow Food und MISEREOR unterstützen diesen Prozess aktiv mit einer bundesweiten Veranstaltungsreihe, um den gemeinsamen Dialog über unsere Ernährung zu vertiefen.

Am 25. Mai steht das Thema „Genießen“ im Fokus der gemeinsamen Aktion von Slow Food Deutschland e. V. und MISEREOR für die ‚Reformation‘ unserer Ernährung. Durchschnittlich verbringt der Mensch zehn Jahre seines Lebens mit Essen und dessen Zubereitung. Gemeinsam Essen bedeutet idealerweise gemeinsam Sein, Zeit für Gespräche, Austausch, Dazugehören, Identität und nicht zuletzt gemeinsames Genießen. Die Forderung nach Genuss mit Verantwortung ist für Slow Food und MISEREOR politisch zentral: Bewusste Verbraucher, die mit Gabel und Messer darüber entscheiden, welche Art der Lebensmittelherstellung sie unterstützen, sind Teil einer aktiven Transformation unserer Ernährungswelt. Sie fordern, dass Nahrungsmittelproduktion wieder zurückkehrt in die Regionen und zur Aufgabe lokaler Politik wird. Unsere Essgewohnheiten dürfen nicht länger Schaden im globalen Süden anrichten.

Wie lässt sich die Aufmerksamkeit für das Genießen in einen gesamtgesellschaftlichen Kraftakt bündeln? Wie gelangen wir zu mehr Wertschätzung für Qualität, Geschmack und Vielfalt unserer Grundnahrungsmittel und deren Weiterverarbeitung bis auf den Teller? Diesen und weiteren Fragen gehen die folgenden Experten und Expertinnen gemeinsam mit den Teilnehmern nach. @Fotocredit

Welt-Bienentag: Zukunft von Mensch & Biene

Bienentag in die Imkerei Summtgart: Weil Bienenschutz über die Zukunft von Mensch, Tier und Umwelt entscheidet

Datum: Sonntag, 27. Mai 2018 | Zeit: 12:00 – 20:00 Uhr
Ort:
Kulturinsel Stuttgart, Güterstraße 4,  70372 Stuttgart

 

anlässlich des WeltBienentags der UN am 20. Mai laden Slow Food Deutschland und proBiene mit der Kulturinsel Stuttgart zu einem gemeinsam Aktionstag auf das Areal der KULTURINSEL und der Imkerei Summtgart ein. Die Organisationen rufen damit öffentlich für den Schutz von Bienen sowie für die Wertschätzung handwerklich arbeitender Imker auf.

Bienen sind nicht nur für unseren Honig unverzichtbar. Als Bestäuber sind sie für die Erzeugung von rund einem Drittel unserer Nahrungsmittel verantwortlich. Für ein intaktes Ökosystem, im Gartenbau sowie in der Landwirtschaft und damit für unsere Ernährung, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit sind wir auf sie angewiesen. Doch geht es den Wild- und Honigbienen hierzulande nicht gut. Ihre Bestände sind stark reduziert und bedroht. Dafür trägt insbesondere die intensive Landwirtschaft Verantwortung, welche ihnen das Blütenangebot raubt und sie durch die eingesetzten Pflanzenschutzmittel vergiftet.

Verbraucher sind am Aktionstag eingeladen, Bienen ein Stück weit besser kennenzulernen und sich ihre Welt mithilfe verschiedener Mitmach-Angebote spielerisch zu erschließen und gemeinsam mit Podiumsgästen zu diskutieren. Die Wertschöpfungs- und Arbeitsprozesse, die in einem Honigglas stecken, werden Groß und Klein ausführlich erklärt. @Fotocredit: Gesa Grandt