Tag der offenen Tür BMEL 2018

Mit einem Mitmach- und Informationsstand war Slow Food beim Tag der offenen Tür des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vertreten. Hier konnten Besuchende eine Vielfalt an fermentiertem Gemüse probieren, ihr Wissen zum Thema Mindesthaltbarkeitsdatum auf die Probe stellen und mehr über die Aktivitäten und Projekte von Slow Food Deutschland erfahren. Auch Bundesministerin Klöckner stattete Slow Food einen Besuch ab. @Fotocredit: Thomas Imophototek.net

Lebensmittelretter-Tour Pforzheim

Aktion Zu gut für die Tonne in Pforzheim.
Bereits am 15. November können Interessierte an einer Lebensmittelretter-Tour teilnehmen, die sie nach Karlsruhe zum Fruchthof Bratzler und zum Streuobstbetrieb Mayerhof in Mühlacker führt. Vor Ort erfahren sie, warum es manche Lebensmittel nicht in den Handel schaffen und erhalten einen spannenden Einblick in die Lebensmittelerzeugung.

Zu gut für die Tonne! ist eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Aktionstage in Pforzheim werden von der Evangelischen Jugend in ländlichen Räumen (ejl) organisiert und durchgeführt.

Zu gut für die Tonne Aktion in Pforzheim

Pforzheim rettet Lebensmittel! Aktionstage Zu gut für die Tonne!

Etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jährlich bundesweit im Müll – und jede und jeder kann dazu beitragen, das zu ändern. Denn es ist ganz einfach, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden: gezielt einkaufen, richtig lagern, Reste sinnvoll verwerten. Davon können sich Besucherinnen und Besucher der Aktionstage Zu gut für die Tonne! am 16. und 17. November in Pforzheim überzeugen. In der Schlössle-Galerie stehen Mitmach-Aktionen, Kochshows, Verkostungen, Diskussionsrunden und Livemusik auf dem zweitägigen Programm. An Informationsständen erfahren Interessierte mehr über den Gemüseanbau und die Landwirtschaft und erhalten praktische Tipps, wie sie die Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden können. Bio-Spitzenkoch Alfred Fahr verarbeitet auch krumme Karotten und knubbelige Kartoffeln und liefert live den Beweis, dass auch krumme Dinger lecker schmecken. In „Tischgesprächen“ laden Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Praxis und Kultur zum Dialog ein und informieren Besucherinnen und Besucher umfassend über das Thema „Lebensmittelver(sch)wendung“. @Fotocredit: BMEL

 

5. Workshop Nachhaltigkeit und Milchverarbeitung

Thema des 5. Workshops: Gutes Wirtschaften – Ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit der verschiedenen Wirtschaftsstile und Betriebsgrößen

Dieser Workshop findet im Rahmen des Projektes „Umweltgerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft – Gute Praxisbeispiele für sozial-ökologisch innovative Betriebsformen“ statt, welches Slow Food Deutschland e.V. zur Zeit mit finanzieller Unterstützung des Umweltbundesamtes durchführt. (Im Anhang finden Sie eine kurze Projektbeschreibung.)

Bei diesem Workshop wollen wir uns mit Ihnen zu verschiedenen Themen rund um die Wirtschaftlichkeit in der Milchproduktion – mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit – austauschen: Wachstum, Diversifizierung des Betriebes, Betriebskooperationen, Vermarktung, Produktdiversifizierung, politische Rahmenbedingungen. Wir würden uns freuen, wenn Sie Zeit und Lust haben, bei diesem Workshop mitzuwirken und von Ihren Erfahrungen zu berichten. Wir laden Milchviehbetriebe aus der Region mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Ausrichtungen ein – groß und klein, bio und konventionell –, so dass ein äußerst vielfältiger Erfahrungsaustausch zu erwarten ist. @Fotocredit: Ingo Hilger

Karpfen – vom Teich auf den Teller

Slow Food Wurzeltour: Karpfen gehört zu den wenigen Fischarten, deren Bestand nicht bedroht ist. Der Süßwasserfisch stammt meist aus der Teichzucht. Er ernährt sich hauptsächlich von Pflanzen und ist als Friedfisch ein ökologisch wertvoller Fisch. Die Flachwasserzonen der Karpfenteiche sind häufig Rückzugsgebiete für seltene Pflanzen- und Tierarten. Die Saison des Karpfens beginnt im September und geht bis April.

Doch ist der Karpfen in Deutschland weiterhin eine unterschätzte Delikatesse. Um sein Image zu verbessern und Verbraucherinnen und Verbraucher von seinem Genuss zu überzeugen, lädt Slow Food Deutschland dazu ein, den Wurzeln des Karpfens auf die Spur zu gehen. Wie und wo wachsen Karpfen heran? Was macht sie zu einem ökologisch nachhaltigen Nahrungsmittel? Wie lässt sich Karpfen geschmackvoll zubereiten?@Fotocredit:

Bohnen, Erbsen, Linsen & Co

Slow Food Wurzeltour: Leguminosen, auch Hülsenfrüchte genannt, gehören mit ungefähr 18.000 Arten zur drittgrößten Familie höherer Pflanzen. Vor allem die vegetarische und vegane Küche hat die Leguminosen als Proteinquelle für sich wiederentdeckt. Doch sind sie für Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen von hohem Wert:

  • Für den menschlichen Verzehr: Als Eiweiß-Kraftpakete
  • Für die Landwirtschaft: In der Fütterung von Nutztieren spielen sie eine zunehmend wichtige Rolle.
  • Für die Bodenfruchtbarkeit in Landwirtschaft, Gartenbau und Kleingärten: Leguminosen haben die wertvolle Eigenschaft, über ihre Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln, Luftstickstoff zu binden.

Hülsenfrüchte wachsen nur auf gut zwei Prozent der Ackerflächen in der EU, so dass ihre Mitgliedstaaten in hohem Maße auf Importe angewiesen sind. Bei der Slow Food Wurzeltour kommen wir den Leguminosen mit allen Sinnen auf die Spur und finden Antworten auf die Fragen: Wie können wir zu mehr Wertschätzung von Leguminosen beitragen? Wie erreichen wir mehr Anbau innerhalb der EU? Wie vielfältig sind Leguminosen in Zubereitung und Geschmack? @Fotocredit: Harald Mohr

Doku-Film in Köln: Unser Saatgut

Dokumentationsfilm, anschließende Diskussion und Verkostung.

„Unser Saatgut“ ist ein Appell an uns alle: Schützt die ursprüngliche Saatgutvielfalt, sonst ist das reiche Angebot unserer Nahrung bald nur noch schöne Erinnerung! Einfallsreich und mit kreativen Bildern macht der Film seine Zuschauer zu mündigen Essern, die sich nicht mit der immer gleichen Supermarktware abspeisen lassen.
Der Regisseur Taggart Siegel, die Saatgut-Expertin Rowena Buena von der philippinischen Bauern-Organisation MASIPAG und Sven Johannsen von Slow Food Deutschland e.V. und dem Ernährungsrat Köln wollen im Anschluss mit Ihnen darüber diskutieren, wie Bäuerinnen und Bauern die Artenvielfalt bewahren und damit einen sehr wichtigen Beitrag zu unserer Ernährungssicherheit und -vielfalt leisten.

Gemeinsam mit Ihnen stellen Sie sich die Frage: Was können wir alle für eine vielseitige und gesunde Ernährung tun und sie bewahren? @Fotocredit: Misereor

 

Stadt Land Food Festival 2018

Gutes Essen ist ein Fest – oder gleich ein ganzes Festival! Im Oktober 2018 findet zum dritten Mal das Stadt Land Food-Festival statt: Eine große Bühne für bäuerliche Landwirtschaft und handwerkliche Lebensmittelproduktion, eine Plattform für politischen Dialog und eine neue Esskultur. Gemeinsam mit Euch wollen wir die Ernährungswende bei den Wurzeln packen. Vorschläge für eine gerechtere Gesellschaft auftischen und dafür tief in die Töpfe, und über den Tellerrand blicken. Fotocredit: Stadt Land Food

Bildungsprojekt 2000m² Weltacker

Herbst- und Erntedankfest: Bildungsinitiative „2000m² Weltacker“ der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und Slow Food Deutschland e. V. feierten auf dem Weltacker mit vielen weiteren Gruppen und Initiativen im Volkspark Berlin-Blankenfelde.
Ziel des Bildungsprojektes „2000m² Weltacker“ der Zukunftsstiftung Landwirtschaft ist es, Bewusstsein dafür zu schaffen, dass jede Mahlzeit, jedes T-Shirt und jeder Liter Biosprit seinen Ursprung auf dem Acker hat. Die zu besichtigenden 2000m² Weltacker im Berliner Botanischen Volkspark Pankow-Blankenfelde sollen sensibilisieren für die globalen Strukturen der Welternährung und die Probleme in der Landwirtschaft. Der Weltacker zeigt anschaulich: Es ist genug für alle da! Fotocredit: Andrea Lenkert-Hörrmann

Podiumsdiskussion zur Gemeinsamen Fischereipolitik der EU

Die Meere und Ozeane im Allgemeinen sowie der Fisch im Besonderen sind Allgemeingut, welches dauerhaft erhalten werden muss. Das gelingt nur, wenn marine Ökosysteme und Meereslebewesen in ihrer Vielfalt verantwortlich bewirtschaftet werden. Das macht ein ökologisch tragfähiges Fischereimanagement, welches gesunde Fischbestände und dauerhaft gute Fänge zum Ziel hat, unabdingbar. Es sichert die Nahrungsgrundlage für Millionen von Menschen, den Lebensunterhalt von (Klein)Fischern sowie Fischverarbeitern und erhält kulturelle und kulinarische Identitäten. Mitverantwortung für die Verwirklichung eines solchen Managements trägt die Gemeinsame Fischereipolitik der EU, die sich ein Ende der Überfischung bis 2020 zur Aufgabe gemacht hat. Wie weit sie damit ist, das beleuchteten verschiedene Interessenträger am 6. September in Berlin auf Einladung von Slow Food Deutschland e. V. @Fotozeile: Ingo Hilger